Reihe Experimentalfilm No. 27 // Avantgarde ist Keine Strömung I

Ben Russell
TRYPPS
… sind eine fortlaufende Serie von Filmen, die verschiedene psychedelische Erlebnisse und psychedelisch-ethnographische Wahrnehmungen dokumentieren an den verschiedensten Ecken unserer Welt.
Dienstag, 8.Juni, 21 – 23 Uhr, D21
4/5 Euro

Für die komplette TRYPPS-Serie hat B.Russell den “New Vision Award” beim Copenhagen International Documentary Festival 2009 bekommen.

Black and White Trypps Number One
06:30, 16mm, Schwarz-Weiss, 2005

Was wie Staub auf der Leinwand aussieht, sind hypnotisierende Bewegungen, die an handgemaltes Avantgarde-Kino erinnern und natürlich durch direkte Behandlung des Filmmaterials -ohne Belichtung- erzeugt wurden.

Black and White Trypps Number Two
09:00, 16mm, Schwarz-Weiss, 2006

In einem Wald sind nicht nur Bäume, auch Figuren und Objekte die eigentlich schwer wahrzunehmen sind. Der Film zeigt ein Welt, wo es gleichzeitig da und auch unsichtbar ist.

Black and White Trypps Number Three
11:30, 35mm, Farbe, 2007

Eine hypnotische Aufnahme die aussieht, wie das beste Noise-Rock Konzert auf der Erde von der Band Lightning Bold aus Rhode Island.
“…ein filmisches Porträt der säkularen Verzückung, die zurückführt zu den großen Gemälden von Tizian und Caravaggio.” – Michael Sicinski, Green Cine Daily

Black and White Trypps Number Four
10:30, 16mm, Schwarz-Weiss, 2008

Was einem vorkommt wie ein Flacker-Chaos, ja fast ein Rorschach-Übergriff, zeigt am Ende den verstorbenen Afro-amerikanischen Standup Komiker Richard Pryor. “Jesus Christ, look at the white people, rushing back. White people don’t care, Jack…” – Richard Pryor

Trypps #5 (Dubai)
03:00, 16mm, Colour, 2008

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“A short treatise on the semiotics of capital, happiness, and phenomenology under the flickering neon of global capitalism.” Ben Russell

Trypps #6 (Malobi)
12:00, 16mm, Farbe, 2009

In dem Marron Dorf Malobi in Suriname, Südamerika ist eine Feier angesagt.
Der Film ist in einer Aufnahme ohne Schnitte gedreht und verweist klar auf Jean Rouch. Es ist Halloween am Equator, ein Andrej Tarkowskij am Dschungel-Set.
“…this single-take film offers a strikingly contemporary take on a Jean Rouch classic. It’s Halloween at the Equator, Andrei Tarkovsky for the jungle set.”

Ben Russell (USA, 1976) ist nicht nur ein (inzwischen) weltbekannter Experimentalfilmemacher, er ist der Grund warum D21 und Filmgalerie Alpha60 2007 mit den monatlichen Screenings angefangen haben. Ben Russell brauchte einen Ort in Leipzig, um seine und Jonathan Schwarz Filme zu zeigen. Daraus entstand die Veranstaltung: Reihe Experimentalfilm.

B. Russell ist Medienkünstler, Kurator und Experimentalfilmemacher. Seine Filme drehen sich sehr oft um Themen wie Ethnographie, Strukturalismus und psychedelische Zustände. Seine Ausstellungen, Performances und Filme sind um die Welt gereist, er hat seine Filme als Soloprogramm zum Rotterdamer Filmfestival und im Museum of Modern Art gezeigt, ein Guggenheim-Stipendium bekommen und für seine Filme einige Preise erhalten.

Kurz vor seinem Besuch in Leipzig dieses Jahr, wird er am Berlin Documentary Forum am Haus der Kulturen der Welt teilnehmen – wo auch die Deutschlandpremiere von seinem ersten Langfilm Let Each One Go Where He May stattfinden wird.

Jetzt wird Ben Russell zum 4.Mal bei uns etwas zeigen (zwei Mal hat er in Leipzig ein Film-/ Performence-Programm gezeigt und 2007 das Filmprogramm The Imminent Faliure Show kuratiert). Wir werden seine preisgekrönte Filmserie TRYPPS im D21 zeigen und sein Debütlangfilm Let Each One Go Where He May wird im Sommerkino auf Feinkost als Leipzig-Premiere zu sehen sein.

An beiden Abenden wird es eine Einführung geben und Ben Russell wird anwesend sein und es gibt ein Filmgespräch danach.