D21| LAB – Fabian Reimann: Kurayami No Osore – Fear of the Dark
Eröffnung: 15. Oktober 2010, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Do-So, 13-19 Uhr
“Was uns am besten verteidigt und uns sichert und uns erhält und am meisten beschützt vor Unglück und Schaden: das ist die Angst.” In dieser Sentenze des italienischen Meisters des Manierismus Agnolo Bronzino (1503-1572) kommt ein wesentlicher Antrieb zahlloser Leistungen der Menschheitsgeschichte, aber auch der Kultur- und Kunstgeschichte zum Ausdruck.
Die Angst entsteht im Kopf und führt nicht nur zu technologischen und zivilisatorischen Höchst- und Fehlleistungen, sondern sie gerinnt ebenso im kulturellen Gedächtnis zu modernen oder uralten Mythen. Die aktuelle D21/LAB-Ausstellung “Kurayami No Osore – Fear of the Dark” des Leipziger Künstlers Fabian Reimann kreist um Bilder und Mythen, in denen kollektive, unaussprechliche Ängste auferstehen. Ein Video, eine Videoskulptur und der Bildessay Freeman’s Journal #11 erlauben Wiederbegegnungen mit bekannten Ungeheuern aus den Untiefen des Ozeans, einem radioaktiven Sauriermutanten und einem einäugigen Unhold.
Im Rahmen der Ausstellung stellt Fabian Reimann am 22. Oktober 2010, 20 Uhr sein Buch “The Surveyor” (Spector Books, 2010) vor, das sich den Zusammenhängen zwischen Spionage, Kunst und Mehrfachidentitäten am Beispiel des englischen Kunsthistorikers Anthony Frederick Blunt (1907-1983) widmet, der 1979 in einer Unterhaus-Rede von Margaret Thatcher öffentlich als sowjetischer Spion enttarnt wurde.
Weitere Informationen unter www.fabianreimann.de und www.derkaltekrieg.org
D21 Kunstraum Leipzig
