D21 Filmreihe: Der Bau der Intrige – Über Filme die was machen

„Wie beim Bau einer Intrige entstand ein Film nicht aus einem Drehbuch, sondern zunächst mal entstand nur Wirklichkeit“ (Thomas Harlan über »Torre Bela«)

Seit der Moderne ist es vor allem das gesellschaftlich engagierte Kino von Eisenstein bis Farocki, das mit dem Anspruch auftritt, politische Ziele, aber auch Kritik erst in Bildern zu formulieren, um diese dann in der gesellschaftlichen Realität durchzusetzen.

Heute hat sich dieser engagierte Film vielerorts in den Räumen der zeitgenössischen Kunst aufgelöst; aus dieser Verbindung entstehen neue Projekte, die den Zuschauer einbinden und aktivieren wollen: Als Rezipientin einer radikal anderen Lebensvorstellung, als Teilhaberin einer kommenden Gemeinschaft. Dabei verbinden sich alte und neue Strategien des Einbeziehens des Publikums, wie das Brechtsche Theater und Konzepte der Performativität. Performativität hat dabei eine doppelte Bedeutung und ist zum einen im Sinne des englischen Performance auf Auftritte und Darstellungen zu verstehen. Zum anderen geht es bei Performativität darum, wie bestimmte Auftritte und Darstellung, im Gegensatz zur Repräsentation, selbst Realitäten schaffen, statt auf sie zu verweisen. Für die Filmreihe ist diese zweite Bedeutung, die auf den amerikanischen Sprachphilosophen John Austin und seine berühmten, unter dem Titel How to Do Things With Words zusammengefassten Vorlesungen zurückgeht, zentral. In einer Auswahl von filmgeschichtlich relevanten sowie zeitgenössischen Arbeiten geht es um Filme »die etwas machen«, die Wirklichkeit herstellen, eine Situation entscheidend verändern; in denen die Kamera, das Filmteam, die Produktion eine Situation zuspitzt, aufdeckt, unmöglich oder eben erst möglich macht.

„Der Bau der Intrige – über Filme, die was machen“ lotet die Möglichkeiten eines aktivistischen Kinos aus. Im Luru Kino werden Filme gezeigt und mit eingeladenen Expert_innen und dem Publikum diskutiert. Kann Film nicht nur über politisches Handeln sprechen, sondern auch Teil des politischen Handelns seins?

Die Reihe Experimentalfilm präsentiert den Berliner Filmemacher Gerd Conradt mit seinem Film "VIDEO VERTOV" in der Leipziger Kinobar Prager Frühling.

Filmvorstellungen:
Donnerstag - 21.11.2013 - 17:00 Uhr
Sonntag - 24.11.2013 - 22:00 Uhr
Dienstag - 26.11.2013 - 21:00 Uhr

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»Textiles: Open Letter« ist ein Projekt von Rike Frank (Berlin/Leipzig), Grant Watson (London), Sabeth Buchmann (Wien) und Leire Vergara (Bilbao). In Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste Wien, Bulegoa z/b, Bilbao, INIVA, London, der Galerie für Zeitgenössische Kunst and mzin, Leipzig.

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