Reihe Experimentalfilm
Die Reihe Experimentalfilm versteht sich als ein Vermittlungsorgan von audiovisuellen Erfahrungen.
Die Reihe will dem Leipziger Publikum Filmwerke und Filmemacher präsentieren, von denen man höchstens etwas gehört oder gelesen haben könnte, die für die Filmgeschichte und -entwicklung jedoch eine entscheidende Rolle gespielt haben. Das Programm strebt eine breite und fokussierte Auswahl an: EinzelkünstlerInnen werden eingeladen, ihre Arbeiten zu zeigen; zudem wird es zwei kuratierte Programme mit Übersichtscharakter geben.
Mit dem Filmprogramm sprechen wir vor allem ein junges kunst- und filminteressiertes Publikum an, das sich mit Film- und Kunstgeschichte beschäftigen will und ebenso aktuelle Positionen von Nachwuchskünstlern sehen möchte. Es wird immer wichtiger die Geschichte des Experimentalfilms und die neuen aktuellen Positionen zugleich zu bedienen, weil sich die Nachwuchspositionen oft stark auf die Filmgeschichte beziehen.Seit 2007 hat die Reihe Experimentalfilm Künstler wie Alexander Kluge, Ben Russell, Jeff Keen, Guy Debord, Tony Hill, Telcosystems, Johann Lurf, Matthias Müller und Corinna Schnitt gzeigt.
Projekt:
Avantgarde ist keine Strömung I
Mit dem Projekt Avantgarde ist keine Strömung I wollen wir die Reihe Experimentalfilm fortsetzen und damit die Diskussion über zeitgenössische Film-und Videokunst weiterführen.
Avantgarde Film wird oft als Beschreibung für eine teils sehr begrenzte Gruppe von Filmkünstlern benutzt und aufgrund der Kommerzialisierung der Kunstwelt als eine Strömung dargestellt, d.h. eine zeitlich, thematisch und ideologisch bzw. geographisch abgegrenzte Bewegung. Dies ist aber nur eine (strukturelle) Sichtweise. Wir verstehen Avantgarde als einen Impuls, ein Leitmotiv, eine (un)definierbare Größe, die heute noch weltweit einen Einfluss hat auf die Ideen, Wünsche und Träume, die Filmemacher dazu bewegen, neue Wege für ihre Produktionen zu suchen und zu gehen.
Die Veranstaltungsreihe Avantgarde ist keine Strömung I will mit der Eins am Ende zeigen, dass die Auseinandersetzung mit der Avantgarde sich nicht auf monatliche Filmabende beschränkt.
Neben zeitgenössischen Positionen, wie Ben Russel, der in Leipzig mit seinem ersten Langspielfilm gastiert, werden auch unbekannte, beinah vergessene Werke von bekannten Filmemachern zu sehen sein. Dazu gehören unter anderem die Produktionen der Groupe Dziga Vertov, der auch Jean-Luc Godard angehörte. Das Programm beinhaltet aber auch bekanntere Positionen, wie die des österreichischen Filmemachers Peter Tscherkassky. Dem Gewinner des Sparkassenpreises auf dem DOK-Festival in Leipzig 1999 wird ein ganzer Filmabend gewidmet werden.
Eine Auswahl von DDR-Experimentalfilmen wird ebenfalls im Rahmen des Projektes Avantgarde ist keine Strömung I gezeigt. Seinen Abschluss findet die Veranstaltungsreihe im Oktober diesen Jahres mit einem Minifestival.
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Unsere Spielorte: D21 Kunstraum Leipzig, Kinobar Prager Frühling, Sommerkino auf der Feinkost und LURU Kino
Für weitere Fragen, wenden Sie sich bitte an Sarah Schipschack: schipschack@yahoo.de / +49 (0) 1795475437
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Die Reihe Experimentalfilm ist eine Initiative des D21 Kunstraum Leipzig und der Filmgalerie Alpha60!
Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Kulturamt Leipzig gefördert:
D21 Kunstraum Leipzig