Das f/stop – Festival für Fotografie Leipzig findet vom 28.05.–6.06.2027 statt und widmet sich dem Thema des ALIEN.
Darin befragt es das Alien als Bild für das „Fremde“, aber auch der Alienation, des Befremdenden im (vermeintlich) Eigenen.
Im Rahmen des Festivalformates f/stop LOKAL werden regional verankerte künstlerische Praktiken in der von Anne Pfautsch kuratierten Ausstellung „Memory in Suspension“ in den Vordergrund gerückt. „Memory in Suspension“ ist eine
forschungsbasierte Gruppenausstellung, die untersucht, wie sich zeitgenössische fotografische Praktiken mit Erfahrungen
von Entfremdung, „Othering“ und Zugehörigkeit im Kontext des wiedervereinigten Ostdeutschlands auseinandersetzen.
Im Kern betrachtet sie Entfremdung nicht als einen Zustand, der ausschließlich durch äußere Unterschiede hervorgerufen
wird, sondern als eine Erfahrung, die auch im Vertrauten entstehen kann. Ihr besonderes Interesse gilt der Frage, wie gelebte Erfahrung, Erinnerung und Wissensformen seit 1989 geprägt, gestört oder neu konfiguriert wurden und wie diese Prozesse bis in die Gegenwart nachwirken.
Für die Teilnahme an der Ausstellung laden wir Fotograf:innen ein, fotografische Arbeiten einzureichen, die sich mit
folgenden Themen auseinandersetzen:
- Alienation und Entfremdung
- Erinnerung und postsozialistische Erfahrung
- Identität, Zugehörigkeit und Selbstpositionierung
- gesellschaftlicher Wandel und seine visuellen Spuren
- Archivierungspraktiken, Aneignung und narrative Fragmentierung
Wir sind besonders an Beiträgen von aufstrebenden Fotograf:innen interessiert, die in Ostdeutschland leben oder einen Bezug zu dieser Region haben; jedoch sind auch Einreichungen aus anderen Kontexten willkommen, die mit dem thematischen Rahmen der Ausstellung im Einklang stehen.
Bewerbungsunterlagen
- Portfolio oder eine zusammenhängende Fotoserie (max. 20 Bilder)
- Projektbeschreibung (auf Englisch oder Deutsch; max. 300 Wörter)
- Künstlerbiografie (auf Englisch oder Deutsch; max. 150 Wörter)
Die Einreichungen sollten aus bereits vorhandenen fotografischen Arbeiten oder Serien bestehen. Neue Produktionen können nicht gefördert werden.
Bitte alles in einem Gesamt-PDF (keine Einzelseiten) senden (max. 10 Seiten; Datenvolumen max. 10MB) oder dauerhaft
nutzbaren Downloadlink verwenden; zeitbasierte Medien wie Video/Sound bitte nur als Link zur Verfügung stellen.
Die Realisierung des Projektes erfolgt unter Vorbehalt einer Finanzierung. Die Auswahl trifft die Kuratorin.
Die Einreichungen können bis zum 15.06.2026 an anne.pfautsch@f‑stop-leipzig.de gesendet werden.