19.3. – 29.3.26

Blue Yerevan

Ausstellung

Eröffnung  19.03.2026

Ausstellungsdauer  19.3. – 29.3.26

Künstler:innen  Anna Hakopian, Armine Shahbazyan, Davit Kochunts, lucine talalyan, Harutyun Tumaghyan

Donnerstag 19.03., Eröffnung | Freitag, 20.03., 15–19 | Samstag, 21.03., 15–19 | Sonntag, 22.03., 15–19 | Samstag, 28.03., 15–19 | Sonntag, 29.03. 15–19 |

Kuratiert von  Tigran Amiryan, Arsen Abrahamyan

Der Blue Yerevan Pavilion ist eine Multimedia-Installation, die sich mit den Narrativen des Wassers der Stadt Eriwan und den Erinnerungen an ihre Gewässer befasst. Die Ausstellung wur­de von der arme­ni­schen Kulturinstitution CSN Lab im Rahmen ihrer lang­fris­ti­gen trans­dis­zi­pli­nä­ren Forschung ent­wi­ckelt und ver­eint Literatur, Architektur, Urbanismus, bil­den­de Kunst, Archivmaterialien und öko­lo­gi­sche Reflexionen, um Narrative zu deko­lo­ni­sie­ren und alter­na­ti­ve Bilder der Stadt zu zeigen.

Die Besucher sind ein­ge­la­den, Eriwan durch sei­ne ver­bor­ge­nen Flüsse, ver­lo­re­nen Landschaften und viel­schich­ti­gen Erinnerungen zu ent­de­cken. Der Pavillon basiert auf dem Buch „Getar: Memory of a River“ von CSN Lab über den über­dach­ten und kana­li­sier­ten Fluss Eriwans und erwei­tert sich zu einer umfas­sen­de­ren Reflexion, die lite­ra­ri­sche Erzählungen, Archivkarten und ‑foto­gra­fien, Multimedia-Projekte und künst­le­ri­sche Interventionen mit­ein­an­der ver­bin­det. Archivfotos und ‑kar­ten zeich­nen die Transformation der städ­ti­schen Umgebung vom Beginn der Sowjetzeit bis zum Zusammenbruch der Union und den anschlie­ßen­den Entwicklungen im unab­hän­gi­gen Armenien nach, wäh­rend zeit­ge­nös­si­sche Kunstwerke und hydro-femi­nis­ti­sche Perspektiven unter­su­chen, wie Wasser, Körper, Geschlecht und Fürsorge in der Stadtlandschaft zusam­men­wir­ken. Ein Multimedia-Bereich über eines der ältes­ten Viertel Eriwans unter­sucht des­sen volks­tüm­li­che Netzwerkarchitektur und das von der natür­li­chen Landschaft gepräg­te Gemeinschaftsleben.

Als Forschungsarchiv und Ort des öffent­li­chen Dialogs lädt der Blue Yerevan Pavilion dazu ein, über Wasser als Ort kul­tu­rel­ler und sozia­ler Erinnerung, öko­lo­gi­sches Erbe und als Perspektive für eine nach­hal­ti­ge­re und inte­gra­ti­ve­re Zukunft der Städte nachzudenken.

 

Gefördert durch

Die Ausstellung „Blue Yerevan“ wird vom Cultural and Social Narratives Laboratory (CSN Lab) in Zusammenarbeit mit dem D21 Kunstraum Leipzig orga­ni­siert. Die in der Ausstellung prä­sen­tier­ten Projekte wer­den von der Heinrich-Böll-Stiftung (Büro Eriwan), dem Canadian Fund for Local Initiatives (CFLI), dem Goethe-Institut Armenien und dem Women’s Fund Armenia unter­stützt. Weitere Unterstützung kommt vom Geschichtsmuseum Eriwan, dem Nationalarchiv Armeniens und dem digi­ta­len Archiv HinYerevan.

Cultural and Social Narratives Laboratory (CSN Lab)