Sa, 21.3.26

WHAT LEAVES & WHAT LIVES

Reading

Künstler:innen  Anna Hakopian, Armine Shahbazyan, Davit Kochunts, lucine talalyan, Harutyun Tumaghyan

Zeit  17:00

Kuratiert durch  Tigran Amiryan, Arsen Abrahamyan

WHAT LEAVES & WHAT LIVES
WAS BLEIBT & WAS VERSCHWINDET
Die viel­fäl­ti­gen Vergangenheiten einer arme­ni­schen Schule in Istanbul

Das CSN Lab und der D21 Kunstraum Leipzig laden herz­lich zur Buchpräsentation und zum öffent­li­chen Gespräch von Address: Balat Orphanage im Rahmen der Leipziger Buchmesse ein.

Die Veranstaltung stellt eine Zusammenarbeit zwi­schen dem CSN Lab und dem Exzellenzcluster „Temporal Communities“ an der Freien Universität Berlin vor. Aus die­ser Kooperation sind zwei Bände her­vor­ge­gan­gen – Address: Balat Orphanage und Berlin Dialogues. Beide Publikationen ver­bin­den Archivforschung und Literatur, um die kom­ple­xen Zusammenhänge von Krieg, Konflikt und Grenzen aus den Perspektiven von Erinnerung, Migration und Räumlichkeit zu untersuchen.

Im Rahmen der Veranstaltung fin­det ein Gespräch mit den Autoren Tigran Amiryan und Arsen Abrahamyan (CSN Lab) statt. Moderiert wird das Gespräch von der Mitherausgeberin Barbara Bausch (Freie Universität Berlin).

Address: Balat Orphanage ist aus der lang­jäh­ri­gen Forschung des CSN Lab zu den Archiven der arme­ni­schen Khorenyan-Schule im Istanbuler Stadtteil Balat her­vor­ge­gan­gen. Die Archive wur­den von der Hrant-Dink-Stiftung und der Balat-Stiftung digi­ta­li­siert und kata­lo­gi­siert und bil­den die Grundlage für eine inter­dis­zi­pli­nä­re Studie, die Archivarbeit, Erinnerungsforschung und räum­li­che Analyse mit­ein­an­der ver­bin­det. Das Buch zeich­net nahe­zu zwei Jahrhunderte der Transformation der Khorenyan-Schule und des Waisenhauses nach – eines Ortes der Fürsorge, der eine zen­tra­le Rolle in der arme­ni­schen Gemeinschaft Istanbuls spiel­te und Ende der 1970er Jahre geschlos­sen wurde.

Die Archive rei­chen von der spä­ten osma­ni­schen Zeit bis in die frü­he Türkische Republik und machen die ver­wo­be­nen Geschichten arme­ni­scher, jüdi­scher und grie­chi­scher Gemeinschaften sicht­bar. Sie doku­men­tie­ren poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Veränderungen, die gemein­sa­me städ­ti­sche Räume und kol­lek­ti­ve Erinnerung geprägt haben.

Indem die Publikation die mit­ein­an­der ver­floch­te­nen Prozesse von Erinnern und Vergessen unter­sucht, eröff­net sie Einblicke in ein umfang­rei­ches, bis­her unver­öf­fent­lich­tes Archivmaterial, das das Leben vor, wäh­rend und nach dem Armenischen Genozid dokumentiert.

Die Veröffentlichung ist Teil der Reihe con·stel·la·tions, einem Projekt des gleich­na­mi­gen Hubs für ver­netz­te und trans­dis­zi­pli­nä­re Initiativen. Dieser wur­de im Rahmen des Exzellenzclusters 2020 „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective“ an der Freien Universität Berlin konzipiert.

Die Ausstellung BLUE YEREVAN ist Teil des Kulturjahres Eriwan – Leipzig.

 

Gefördert durch

The Blue Yerevan exhi­bi­ti­on is orga­nis­ed by the Cultural and Social Narratives Laboratory (CSN Lab) in col­la­bo­ra­ti­on with D21 Kunstraum, Leipzig. The pro­jects pre­sen­ted in the exhi­bi­ti­on are sup­port­ed by the Heinrich Böll Foundation (Yerevan Office), the Canadian Fund for Local Initiatives (CFLI), Goethe-Institut Armenia and Women’s Fund Armenia. Additional sup­port is pro­vi­ded by the Yerevan History Museum, the National Archive of Armenia and the HinYerevan digi­tal archive.