1. Oktober 2025

Einblick: Eröffnung „Anstiftung zur Vorspiegelung wahrer Tatsachen“

Ausstellung: Anstiftung zur Vorspiegelung wahrer Tatsachen

Am 26.9. haben wir die Eröffnung der D21/Solo-Ausstellung „Anstiftung zur Vorspiegelung wah­rer Tatsachen“ der Künstlerin und Filmemacherin Juliane Jaschnow gefei­ert. In der Eröffnungsrede ver­wies Constanze Müller auf die beson­de­re Arbeitsweise der Künstlerin und ging näher auf die aus­ge­stell­ten Arbeiten ein. In Anstiftung zur Vorspiegelung wah­rer Tatsachen zeigt Juliane Jaschnow einen drei­tei­li­gen Werkkomplex bestehend aus Installationen und Videoarbeiten. Die mehr­tei­li­ge Arbeit «mit freund­li­chem Beifall» befasst sich mit Kontinuitäten pro­pa­gan­dis­ti­scher Inszenierungen Russlands und den Mechanismen von Desinformation und Täuschung. Im Zentrum der Arbeit Rekapitulieren steht ein vom rus­si­schen Verteidigungsministerium errich­te­ter Nachbau des Berliner Reichstags im militärpatriotischen Freizeitpark Park Patriot bei Moskau. In ihre­re neu­en Arbeitet rich­tet sich ihr Blick auch auf über­sinn­li­che Praktiken, die als indi­vi­du­el­le Bewältigungsstrategien in Zeiten kol­lek­ti­ver Verunsicherung und krie­ge­ri­scher Realität ein­ge­setzt wer­den. Juliane Jaschnows Recherche ver­ar­bei­tet ein gro­ßes Volumen an visu­el­lem Material aus den rus­si­schen Medien zu einer mehr­tei­li­gen Installation aus Requisiten, Spiegelobjekten, Teleprompter und Videos. In einem spe­zi­ell kon­stru­ier­ten Spiegelkabinett opti­scher Täuschung – einem Photo-Multigraphen – ver­han­delt sie die Konzepte von Wahrheit, Lüge, Täuschung und Illusion.

Bilder @D21

Großer Dank geht an das Produktionsteam Tobias Schillinger und Anastasia Svirski, außer­dem bedan­ken wir uns bei den Förder:innen der Ausstellung: Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Akademie Schloss Solitude, Stiftung Kunstfonds