Am 26.9. haben wir die Eröffnung der D21/Solo-Ausstellung „Anstiftung zur Vorspiegelung wahrer Tatsachen“ der Künstlerin und Filmemacherin Juliane Jaschnow gefeiert. In der Eröffnungsrede verwies Constanze Müller auf die besondere Arbeitsweise der Künstlerin und ging näher auf die ausgestellten Arbeiten ein. In Anstiftung zur Vorspiegelung wahrer Tatsachen zeigt Juliane Jaschnow einen dreiteiligen Werkkomplex bestehend aus Installationen und Videoarbeiten. Die mehrteilige Arbeit «mit freundlichem Beifall» befasst sich mit Kontinuitäten propagandistischer Inszenierungen Russlands und den Mechanismen von Desinformation und Täuschung. Im Zentrum der Arbeit Rekapitulieren steht ein vom russischen Verteidigungsministerium errichteter Nachbau des Berliner Reichstags im militärpatriotischen Freizeitpark Park Patriot bei Moskau. In ihrere neuen Arbeitet richtet sich ihr Blick auch auf übersinnliche Praktiken, die als individuelle Bewältigungsstrategien in Zeiten kollektiver Verunsicherung und kriegerischer Realität eingesetzt werden. Juliane Jaschnows Recherche verarbeitet ein großes Volumen an visuellem Material aus den russischen Medien zu einer mehrteiligen Installation aus Requisiten, Spiegelobjekten, Teleprompter und Videos. In einem speziell konstruierten Spiegelkabinett optischer Täuschung – einem Photo-Multigraphen – verhandelt sie die Konzepte von Wahrheit, Lüge, Täuschung und Illusion.
Bilder @D21
Großer Dank geht an das Produktionsteam Tobias Schillinger und Anastasia Svirski, außerdem bedanken wir uns bei den Förder:innen der Ausstellung: Stadt Leipzig, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Akademie Schloss Solitude, Stiftung Kunstfonds

