17. Dezember 2025

Danke! Wir beenden unser Jahresthema ÜBERMACHT / CONCERNING POWER

Ausstellung: Anstiftung zur Vorspiegelung wahrer Tatsachen

Im Rahmen sei­nes Jahresthemas setz­te sich der D21 Kunstraum in einem viel­schich­ti­gen Ausstellungsprogramm mit aktu­el­len Fragen von Macht, Ideologie und gesell­schaft­li­cher Verantwortung aus­ein­an­der. Ausgehend von poli­ti­schen, media­len und öko­lo­gi­schen Umbrüchen ver­ste­hen wir Macht als ein rela­tio­na­les, his­to­risch gewach­se­nes und medi­al ver­mit­tel­tes Gefüge, das sich in Alltag, Wahrnehmung und künst­le­ri­scher Praxis manifestiert.

Den Auftakt zu ÜBERMACHT / CONCERNING POWER bil­de­te die Ausstellung „Teleconnections“ kura­tiert von Sybille Neumeyer, die glo­ba­le Zusammenhänge zwi­schen Klima, Medien und Politik in den Fokus rück­te und tech­no­lo­gi­sche Narrative als wirk­sa­me Instrumente der Macht ana­ly­sier­te. „Können und Erfolg“ von Josephine Jatzlau füll­te den ers­ten f/stop – Fotomonat. Mit einem foto­gra­fi­schen Archiv eröff­ne­te sie neue Perspektiven auf Erinnerung, Identifikation und das Unterlaufen hege­mo­nia­ler Bildproduktionen.
Die Gruppenausstellung „Disruptive Structures“ mit Sharon Paz, Luise Schröder, Christina Werner und Anna Scherbyna ver­sam­mel­te vier künst­le­ri­sche Positionen, die anhand his­to­ri­scher wie aktu­el­ler Ereignisse poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Machtverhältnisse ver­han­del­ten. Den Abschluss des Jahresprogramms bil­de­te die Einzelausstellung „Anstiftung zur Vorspiegelung wah­rer Tatsachen“ von Juliane Jaschnow, die sich mit der Macht visu­el­ler Narrative sowie der Instrumentalisierung von Bildern und kol­lek­ti­ver Erinnerung im Kontext des gegen­wär­ti­gen Russlands auseinandersetzte.

Mit dem Jahresprogramm haben wir hof­fent­lich einen gemein­sa­men Rahmen für Austausch und Auseinandersetzung geschaf­fen, in dem künst­le­ri­sche Positionen unter­schied­li­che Perspektiven auf Machtverhältnisse eröff­ne­ten und zulie­ßen. Die Ausstellungen ver­stan­den Macht dabei nicht als sta­ti­sche Größe, son­dern als ein dyna­mi­sches Verhältnis, das in gesell­schaft­li­chen, media­len und künst­le­ri­schen Prozessen immer wie­der neu ver­han­delt wird.

Wir dan­ken allen betei­lig­ten Künstler:innen, Kurator:innen, dem Auf/Abbau-Team und den vie­len Volunteers, die die Aufsichten und den Austausch mit Besucher:innen ermög­li­chen. Unser Dank gilt auch unse­rem Kuratorium, dass uns inhalt­lich bezüg­lich der Auswahl der Jahresthemen und der künst­le­ri­schen Projekte berät und begleitet.
Mit Beginn des neu­en Jahres befas­sen wir uns inten­siv mit dem Thema ALIEN.

Bildcredits: © Michael Moser, © Emilia Trog, © Juliane Jaschnow