Liebe Freund_innen des D21 Kunstraum,

bestimmt erinnert Ihr Euch noch an unsere Ausstellung "Beschwerden erwünscht", die im Oktober und November 2013 stattfand. Dort haben wir auch das Projekt des finnisch/deutschen Künstlerduos Tellervo Kalleinen und Oliver Kochta-Kalleinen vorgestellt: Sie haben den ersten Beschwerde-Chor in Finnland gegründet - ein Projekt, dass in der Folge weltweit Nachahmer_innen fand. Ein Beschwerde-Chor ist ein Laienchor aus engagierten Bürger_innen, die ihren Unmut über politische, gesellschaftliche, kulturelle, individuelle Zustände musikalisch Ausdruck verleihen. http://complaintschoir.org/

Nun ist die Zeit reif für den ersten Beschwerdechor Leipzigs. Im Rahmen des Widerstandes der Bewohner_innen der der Bernhard-Göring-Straße 110 gegen die Entmietungsmaßnahmen suchen wir nach Sänger_innen. Wir treffen uns um eigene Beschwerden zu verfassen und vertonen am Dienstag, den 28.10. um 19 Uhr im D21 Kunstraum. Ihr müsst keine Musiker_innen sein, um mitmachen zu können. Tretet bei, singt mit, empört Euch!

Bis bald,

Eure D21-Aktivist_innen

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Eröffnung: Freitag, den 03.10.2014, 19 Uhr
Workshops: 23.10. – 25.10.2014

Ausstellungsdauer:  04.10. – 02.11.2014

Künstlerinnen: Francis Hunger, Kernel, Pil and Galia Kollectiv, Sebastian Schmieg, Jonas Lund und Johannes P Osterhoff

Aktenschränke, die eine Fläche größer als die Europas bedecken – das wäre die Masse der Daten, die die NSA gesammelt hat, wenn sie zu Papier gebracht würden. Dieses Bild lässt die Ausmaße der Enthüllungen von Edward Snowden sichtbar und begreifbar werden. Der Aufschrei der Öffentlichkeit hielt sich in Grenzen, und der Großteil der Menschen hat am eigenen Umgang mit Daten nichts geändert. Denn Daten und ihre Verwaltungs- und Verwertungsstrukturen sind zumeist unsichtbar für uns, ihre Auswirkungen auf unser Leben werden kaum wahrgenommen, sie sind nicht greifbar.

Datenbanken durchdringen jedoch unseren Alltag mehr und mehr, sie sind an den elementarsten Handlungen der Menschen beteiligt. Durch ihre weitgehende Unsichtbarkeit und Unerzählbarkeit sind sie subtile Formen kollektiver Lenkung und Normalisierung. Gleichzeitig gibt es in den Sozial-, Kulturwissenschaften und der Kunst bisher nur wenig Diskussion darüber, was eine Datenbank als Form ausmacht.

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Symposium: 25.10. – 26.10.2014
Ort: sublab, Karl-Heine-Straße 93, 04229 Leipzig
Wegbeschreibung Sublab: http://www.sublab.org/lage

Vortragende des Symposiums: Marcus Burkhardt, Wolfgang Coy, Francis Hunger, WaiWai und Heath Bunting

Moderation: Lena Brüggemann und Hannah Sieben

Das Symposium »Suchroutinen: Erzählungen von Datenbanken« begibt sich auf die Suche nach der »Form« der Datenbank. Jenseits prominenter Diskussionen um Überwachung durch die NSA, oder von Hackerangriffen auf Passwörter hunderttausender Nutzer, soll der Fokus auf eine Entwicklung gelegt werden, die unser Leben grundlegend geändert hat: Google, Facebook, SAP, Oracle sind Firmen, deren Geschäft auf Datenbanken basiert und die einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel eingeleitet haben – die maschinelle Speicherung und Verarbeitung von Daten. Es soll darüber diskutiert werden, was Datenbanken überhaupt sind, woher sie stammen und wieso sie für die heutige Gesellschaft einerseits ausgesprochen wichtig sind und andererseits wenig wahrgenommen werden.

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